Verschwunden in Deutschland : Lebensgeschichten von KZ-Opfern ; auf Spurensuche durch Europa

Von: Müller-Hellmann, Imke [Autor].
Materialtyp: materialTypeLabel  Computerdatei, 136 S.Verlag: SAGA Egmont 2016 , Medientyp: ebook , EAN: 9788711449301, ISBN: 9788711449301.Themenkreis: Sachmedien & Ratgeber > Geschichte, Völker & Länder > Deutsche GeschichteSchlagwörter: Nachkomme | Mord | GefangenerZusammenfassung: Die persönlich motivierte Suche der Autorin nach den Angehörigen der Opfer eines KZ-Außenlagers in Ostfriesland ist die Basis für ein besonderes Buch des Erinnerns: Erzählt werden die Lebensgeschichten von 11 Ermordeten aus 7 Ländern, die das Ausmaß der NS-Gewaltherrschaft in ganz Europa zeigen.Mehr lesen »Inhalt: Engerhafe, ein Flecken in Ostfriesland, 1944: Das Konzentrationslager der Nationalsozialisten liegt mitten im Dorf, ein abgelegenes Außenlager des KZ Neuengamme, errichtet für 62 Tage zum Bau des Friesenwalls. 2000 Gefangene, ausgesetzt der Kälte, dem Hunger und dem Prügeln der Wächter. 68 Polen, 47 Niederländer, 21 Letten, 17 Franzosen, 9 Russen, 8 Litauer, 5 Deutsche, 4 Esten, 3 Belgier, 2 Italiener, 1 Slowene, 1 Spanier, 1 Tscheche und 1 Däne sterben. Engerhafe heute: Ein Stein auf dem Friedhof erinnert an die 188 Ermordeten. `Wer ist hier begraben?´, fragt Imke Müller-Hellmann ihre Großmutter, die 1944 27 Jahre alt war und in unmittelbarer Nachbarschaft zum Lager lebte. `Die Großmutter schwieg und konnte sich den Namen nicht zuwenden´, sagt Müller-Hellmann, `aber ich kann es.´ Elf Familien der KZ-Opfer macht sie ausfindig. Sie reist zu ihnen nach Frankreich, Polen, in die Niederlande, nach Dänemark, Spanien, Lettland und Slowenien. Dort hört sie von Widerstandsgruppen und Partisanen, vom Spanischen Bürgerkrieg und vom Warschauer Aufstand, vom Schweigen in den Familien und dem Leid der Hinterbliebenen. Sie schreibt das Gehörte auf und gibt den Toten damit ihre Geschichten zurück. AUTORENPORTRÄT Imke Müller-Hellmann, geboren 1975 in Aachen, aufgewachsen in Köln. Sie studierte Diplom-Religionswissenschaft und Diplom-Pädagogik und arbeitete als Studienreiseleiterin, Dozentin für Alphabetisierung und als Jobcoach für Menschen mit Behinderung. Ihre Kurzgeschichten wurden mit Preisen und Stipendien ausgezeichnet. `Verschwunden in Deutschland´ ist ihr erstes Buch. Imke Müller-Hellmann lebt und arbeitet in Bremen.Mehr lesen »Rezension: Die Großmutter der Autorin wurde im Winter 1944 im ostfriesischen Engerhafe Zeugin des täglichen Marsches Gefangener zur Zwangsarbeit und zurück ins Lager. In Engerhafe war ein Außenlager des KZ Neuengamme, in dem von Oktober bis Dezember 1944 2.200 Männer zum Bau des "Friesenwalls" gezwungen wurden. 188 Männer aus 14 Ländern starben in diesen 3 Monaten. Müller-Hellmann will herausfinden, wen ihre Großmutter damals gesehen hatte: Wer waren die Menschen, die hier an Entkräftung, Kälte, Hunger und den Folgen von Gewalt gestorben sind? Sie recherchiert in ganz Europa und es gelingt ihr, Angehörige von 11 der Ermordeten zu finden. Erst später beschließt sie, über ihre Begegnungen ein Buch zu schreiben und ihr ist damit etwas ganz Besonderes gelungen: Die persönlichen Geschichten dieser 11 Männer und ihrer Familien, ihr unvergleichbares Leiden, verbindet sie mit der Biografie ihrer Großmutter und mit dem Ort, an dem diese Männer zu Tode gekommen sind.Mehr lesen »
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